Nachhaltiges und integriertes Gewerbegebiet

WEG VON BETRIEBLICHEN ENERGIEEFFIZIENZ-MASSNAHMEN... HIN ZU QUARTIERSEFFIZIENZ!

Das Gewerbequartier Lister Damm | Am Listholze soll im Sinne der Klimaschutzstrategie der Landeshauptstadt Hannover das Vorzeigeprojekt für eine nachhaltige und integrierte Revitalisierung eines Gewerbestandortes werden - bundesweit das erste Praxis-Projekt dieser Art. Einzelbetrieblich wird in den Unternehmen i.S. Energie- und Ressourceneffizienz schon lange viel getan - Ziel ist erstmals die Senkung der Treibhausgase und Erhöhung der Quartiersqualität durch überbetriebliche Maßnahmen und Kooperation im Gewerbegebiet.

WIE GEHT DAS UND WAS SIND DIE VORTEILE FÜR DIE UNTERNEHMEN IM QUARTIER?

Im Gewerbequartier arbeiten derzeit 330 Unternehmen – Dienstleister, Einzelhandel, Konzerne, Händler, Handwerker – aber auch Kleingärtner, Bildungsträger, Schulen, Seniorenheime, Kirchen, gemischt mit Wohnen. Alle zusammen verbrauchen Strom, Wärme, Wasser, Treibstoff und Material und produzieren damit CO2, das am stadt- und landesweiten CO2-Aufkommen erheblich beteiligt ist. Das geplante ‚Klimakonzept‘ wird deshalb in einen Maßnahmenkatalog münden, der Vorschläge zur Reduktion dieser CO2-Emissionen des Gesamt-Quartiers liefert und ein ‚Gebiets-Manager‘ umsetzen wird. Solche Maßnahmen sind z.B. verkehrssenkende Maßnahmen durch Installation einer eBike-Station, einer e-Mobil / Carsharing-Station oder einer Pendlerbörse für alle Unternehmen und MitarbeiterInnen aber auch Sammlung und Verwertung von Biomasse aus den Kantinen oder Einzelhandelsgeschäften zur Strom oder Wärmeproduktion, die Installation eines Reparaturcafes, in dem Elektroteile repariert statt weggeworfen werden, eine Tauschbörse für Büromöbel, Abfälle oder Maschinen, die Nutzung von Abwärme eines Betriebes, die Begrünung von Vorgärten, Gebäuden, Dächern und Fassaden, Sammlung, Nutzung oder offene Versickerung von Regenwasser, Entsiegelung von Parkraum, Parkplatzsharing, gemeinsam organisierte energetische Gebäudesanierung, Nutzung solarer Energie, Einsatz regionaler Produkte, Verbesserung der sozialen Infrastruktur und vieles mehr.

Das Quartier mausert sich!

Nutzung der Maßnahmen Auf den Kooperationskonferenzen im Gewerbegebiet wurden erste Maßnahmen beschlossen – das Quartier, die Unternehmen, MitarbeiterInnen, Bewohner können alle Maßnahmen nutzen, aber auch eigene gemeinsame Maßnahmen vornehmen – jede Initiative ist willkommen!
Kooperation und Synergie Die Unternehmen des Quartiers lernen sich, ihre Dienstleistungen und Produkte kennen, bestellen beim Nachbarn, nutzen dessen Abfälle oder kaufen gemeinsam ein.
Imagegewinn d. öffentlichkeitswirksame CO2-Reduktion Es wurde eine CO2-Ausgangsbilanz des Quartiers erstellt und das auf der Homepage des Quartiers installierte "emission-o-meter" mit den Einsparungen aus den Maßnahmen gefüttert – vielleicht sogar später als ‚Stele’ weithin sichtbar im Quartier. Die Unternehmen können mit ihrem Engagement werben – sich aber auch mal ‚verstecken‘, wenn gerade keine Zeit ist.
Alleinstellungsmerkmal Das Quartier erhält eine zukunftsgerichtete Identität und ein überregional wirksames Alleinstellungsmerkmal. Presse, Wissenschaft und Forschung, Unternehmensverbände usw. berichten und verfolgen die Entwicklung aufmerksam.